Wanderschuhe testen in Berlin – wo geht das???

Meine neuen Wanderschuhe von hanwag

Jeder Österreicher hat mindestens ein Paar robuste Wanderschuhe bei sich daheim stehen. Stimmt nicht ganz: Als Wiener Mädel (wo die Berge vielleicht ein kleines bisschen höher sind als jene in Berlin) habe ich nie welche gebraucht und mein zuletzt gekauftes Wanderschuhpaar für einen Wandertag in den Tiroler Bergen müsste noch irgendwo in Innsbruck herumliegen.

Wer jedoch eine viertägige Wanderung nach Machu Picchu bzw. auf 2.430m Höhe plant, sollte entsprechend ausgestattet sein. Gesagt getan. Meine Suche führte mich zuerst zu Globetrotter in Berlin Steglitz: Leider war der Laden dort völlig überlaufen und ein überforderter Kundenberater schmiss mit regelrecht ein paar Schuhe zum Probieren zu. Also startete ich einen weiteren Versuch bei SportScheck am Potsdamer Platz – und war positiv überrascht: Kaum Leute, eine sehr engagierte Verkäuferin und jede Menge Schuhe, die ich in Ruhe probieren konnte. Nach gefühlt 50 Mal rein- und wieder rausschlüpfen hatte ich DAS Paar gefunden. So heimelig haben sich meine Füße noch nie in (neuen) Schuhen gefühlt! Blöd nur: SportScheck führt meine stolze Wanderschuhgröße 42 1/2 nicht, also musste ich doch über das Internet bestellen.

Als die Schuhe bei ihrer neuen Besitzerin angekommen waren, stellte sich die große Frage: Wo in Berlin kann ich meine Wanderschuhe einlaufen und auf Herz und Nieren prüfen? Spontan fielen mir Berlins “Berge” ein: der Teufelsberg mit stolzen 120 Metern und der Kreuzberg mit dezenteren 66 Metern. Jeder Wanderprofi wird mich jetzt auslachen, aber diese Berge – eigentlich Hügel – haben ja noch viel mehr zu bieten…

Auf dem Teufelsberg habe ich die Chance genützt und mir nach dem “Aufstieg” die ehemalige US-Flugüberwachungs- und Abhörstation angeschaut. Mit meiner Spiegelreflexkamera ausgestattet habe ich nicht nur die spannende Streetart eingefangen, sondern bin jede erdenklich Treppe rauf- und runtergestiegen.

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Den Höhepunkt bildete die Aussicht von der Ebene der Radome:

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Wer detaillierte Informationen zum Besuch des Geländes sucht, kann sich hier informieren.

Ein paar Wochen später ging es dann mit Dominik auf den Kreuzberg. Zugegeben: Einmal rauf und wieder runter ist tatsächlich sehr miekrig. Deshalb haben wir das Ganze eben dreimal gemacht. Das klingt jetzt etwas langweilig – war es aber gar nicht. Der Viktoriapark (in dem der Berg steht), ist nämlich ziemlich groß, dadurch konnten wir immer einen anderen Weg nehmen – einmal am Wasserfall entlang, einmal entlang der Liegewiese und einmal durch den Wald. Dabei haben wir sogar ein nettes, kleines Café auf der Rückseite des Nationaldenkmals für die Befreiungskriege entdeckt. Danach gab es noch ein kleines Päuschen in der Sonne 😉

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Ob diese beiden Berliner Wandertage tatsächlich etwas gebracht haben, werde ich wohl erst bei meiner richtigen Wanderung in Peru feststellen. Blasenpflaster sind jedenfalls schon eingepackt! 😉

2 Kommentare

  1. Jan sagt: Antworten

    Ein Blog, wie oldschool 😀 😛 Hab ihn gleich in meinen Feedreader gepackt, um auch nix zu verpassen.

    Liebe Anna, ich wünsch dir wenig Blasen und viele Höhenmeter. Und dass du hier fleißig berichtest für alle Daheimgebliebenen 😉

    Gruß
    Jan

    1. Anna Tauschitz sagt: Antworten

      Haha, ja voll oldschool, aber mit Liebe gemacht! 😉 Danke dir und der nächste Bericht kommt ganz bald 🙂

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