Inka Jungle Trek IV – Viele Treppen führen nach Machu Picchu

Anna auf Machu Picchu

Sonntag, 3.00 Uhr: Der Wecker klingelt. Eine halbe Stunde später mache ich mich mit den beiden Mädels aus den USA und England auf den Weg zum Tor, das den Weg zu Machu Picchu hinauf freigibt. Es wird zwar erst um 5.00 Uhr geöffnet, doch wer pünktlich um 5.00 Uhr dort steht, hat bereits hunderte andere Gringos vor sich in der Schlange. Wir wollen es also ganz clever angehen und schon um 4.00 Uhr an der “heiligen Pforte” stehen, um möglichst vorne dran zu sein.

Im Dunkeln marschieren wir die erdige Straße entlang, begleitet von einem Rudel Hunden. Diese sind zum Glück sehr friedlich und freuen sich (wahrscheinlich jeden Tag aufs Neue) über den morgendlichen Spaziergang. Als wir am Tor ankommen, sind wir tatsächlich die Ersten und verspeisen erstmal einen Teil unseres Frühstücks. Zehn Minuten später treffen die nächsten Wanderer ein. Um 4.30 Uhr verschwindet die Schlange bereits hinter den nächstgelegenen Bäumen.

Die "heilige Pforte" nach Machu Picchu
Die “heilige Pforte” nach Machu Picchu

Pünktlich um 5.00 Uhr stellt sich ein Pförtner an das Tor und startet mit der Kontrolle der Tickets und Pässe. Wir sprinten los und für ein paar Minuten freue ich mich über den vorderen Rang – bis die elendslangen Stufen beginnen. Genau jetzt wird mir klar, dass einmal Sport in der Woche definitiv zu wenig waren. Während die beiden Mädels weiterhin Plätze 1 und 2 (später wohl 7 und 8) belegen, bleibe ich immer weiter zurück. Ich beschließe, auf meinen Körper zu hören und mein eigenes Tempo zu verfolgen. Gemächlich und beständig steige ich die rund 2.000 Stufen Richtung Machu Picchu hoch. Und voilà, ich erreiche den Eingang noch vor der Öffnung der Anlage. Trotzdem wartet auch hier bereits eine Menschenmasse, denn viele sind mit dem Bus nach oben gefahren.

Der rund 2.000-Treppen-Weg nach Machu Picchu
Der rund 2.000-Treppen-Weg nach Machu Picchu

Stufe um Stufe geht es bergauf
Stufe um Stufe geht es bergauf

Treue Wegbegleiter
Treue Wegbegleiter

Das Warten auf den Einlass zu Machu Picchu
Das Warten auf den Einlass zu Machu Picchu

Um 6.00 Uhr betrete ich mit meiner Gruppe das Gelände von Machu Picchu. Wir steigen sofort auf den höchsten Punkt und genießen die fantastische Aussicht.

Blick auf Machu Picchu
Blick auf Machu Picchu
Die Inka Jungle Trek-Gruppe an ihrem Ziel
Die Inka Jungle Trek-Gruppe an ihrem Ziel

Kaum zu glauben, dass hier oben auf 2.400 Metern einmal Menschen gewohnt haben. Das UNESCO-Weltkulturerbe war zu Inkazeiten jedoch nicht für jederman zugänglich: Wissenschaftler vermuten, dass es sich hier um die im 15. Jahrhundert erbaute Winterresidenz des Inkaherrschers Pachacútec Yupanqui handelte. Wegen eines Bürgerkrieges oder aber aufgrund der spanischen Eroberer wurde die Anlage nie fertig gestellt. Dennoch repräsentiert sie die ausgeklügelte Bauweise der Inka – mit steilen Terrassen für die Landwirtschaft, Bewässerungs- und Abwassersystemen, Tempeln und Palästen aus Granit etc., die sich ideal in ihre natürliche Umgebung eingliedern. Da die derzeit rund 2.000 Besucher pro Tag auch Schäden an der Inkaruine verursachen, sollen die Massen zukünftig auf 500 Personen pro Tag eingeschränkt werden.

Teil der Tempelanlage
Teil der Tempelanlage

Terrassen in der Morgensonne
Terrassen in der Morgensonne

Tempel der drei Fenster
Tempel der drei Fenster

Gezeichnet vom Erdbeben
Gezeichnet vom Erdbeben

Auch hier gibt es Alpacas
Auch hier gibt es Alpacas

Fenster des Sonnentempels
Fenster des Sonnentempels

Blick auf die Tempelanlagen
Blick auf die Tempelanlagen

Alpacas auf den Terrassen
Alpacas auf den Terrassen

Kleiner Garten
Kleiner Garten

Am Horizont blitzt es Weiß
Am Horizont blitzt es Weiß

Nach einer kurzen Tour durch das Gelände heißt es für mich weitere Treppen steigen. Denn spontan habe ich am Vortag beschlossen, auch den Gipfel der nächstgelegenen Montaña Machu Picchu zu besteigen. Von dort aus sollte man eine tolle Aussicht auf die Inkaruine und den anderen Berg Huayna Picchu haben. Dass es sich hier allerdings nicht – wie vermutet – um eine kleine, 30-minütige Wandertour handelt, wird mir erst später bewusst. Ganze zwei Stunden schleppe ich mich von Treppe zu Treppe und mache zwischendurch ein paar Fotos der immer kleiner werdenen Ruinenanlage. Als ich auf dem Gipfel ankomme, ist mein Stolz groß und die Mühe hat sich definitiv gelohnt:

Der (noch weite) Weg zum Gipfel
Der (noch weite) Weg zum Gipfel

Machu Picchu wird immer kleiner
Machu Picchu wird immer kleiner

Zum Gipfel ist es immer noch weit
Zum Gipfel ist es immer noch weit

Schwindelige Treppen
Schwindelige Treppen

Bick auf Machu Picchu und den Fluss Urubamba
Bick auf Machu Picchu und den Fluss Urubamba

Verschnaufpause
Verschnaufpause

Ruine eines Wachturms
Ruine eines Wachturms

Blick von ganz oben
Blick von ganz oben
Endlich angekommen!
Endlich angekommen!
Traumhafter Blick auf Macchu Picchu, Huayna Picchu, den Fluss Urubamba und Aguas Calientes (rechts)
Traumhafter Blick auf Macchu Picchu, Huayna Picchu, den Fluss Urubamba und Aguas Calientes (rechts)

Gegen 11.00 Uhr geht es dann auch schon wieder bergab, denn ich möchte die Anlage von Machu Picchu näher betrachten. Hier ein paar Eindrücke:

  • Auf dem Rückweg zu Machu Picchu
  • Schöne Blumen auf dem Weg
  • Zurück zur Anlage
  • Kleiner Bewohner ganz groß
  • Tempel des Kondors
  • Blick auf die Adelshäuser
  • Teil der Adelshäuser
  • Die Einen schauen neugierig...
  • ...die Anderen entspannen.
  • Teil des Handwerkerviertels
  • Der Himmel zieht sich zu
  • Terrassen kurz vor dem Regen
  • Der Gipfel des Huayna Picchu
  • Macchu Picchu mit Regenbogen

Als sich gegen 15 Uhr der Himmel verdunkelt und die ersten Regentropfen fallen, steige ich die in der Früh hinaufgestiegenen Treppen wieder hinab. Eine Stunde später sitze ich mit meiner Gruppe in einer Pizzeria und gönne mir nochmal ein gutes Steak, bevor es um 18.00 Uhr mit dem Zug zurück Richtung Cusco geht. Erschöpft aber zufrieden lasse ich mich in den Sitz fallen und träume schon von meinem nächsten Abenteuer – der Besteigung des Rainbow Mountains.

Entspannte Stimmung in der Pizzeria...
Entspannte Stimmung in der Pizzeria…

...später dann doch etwas ausgelassen ;-)
…später dann doch etwas ausgelassen 😉

2 Kommentare

  1. Anna Greger sagt: Antworten

    Pliening ist von deinen Abenteuern begeistert! Wir freuen uns sehr,daß wir(dankeDominik)dich auf dieser Reise begleiten können.Tolle spannende Berichte und sehr sehr schöne Fotos.Weiter so!

    1. Anna Tauschitz sagt: Antworten

      Vielen Dank, Anne! Ich freue mich, dass ihr den Blog so fleißig mitverfolgt! Liebe Grüße aus Chile!

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