Inka Jungle Trek III – Schwindeliges Ziplining & der gleisige Weg nach Aguas Calientes

Kleiner Vorgeschmack

Nach einer durchzechten und -tanzten Nacht dürfen wir uns um 7.00 Uhr morgens mit Bananenpancakes und Omlette stärken. Eine nicht ignorierbare Alkoholfahne schwebt durch den Raum. In der Hoffnung, dass alle ihr Frühstück behalten werden, geht es mit dem Bus über Stock und Stein zur Ziplining-Basis im Sacsara-Tal. Uns erwarten fünf Ziplines mit einer Gesamtlänge von rund 2.000 Metern, die über das Tal und den gleichnamigen Fluss gespannt sind. Die längste Zipline beträgt 400 Meter, die höchste liegt bei ca. 150 Metern. Bis zu 60 km/h kann man beim Hinüberzippen erreichen.

Das Sacsara-Tal mit Zipliner
Das Sacsara-Tal mit Zipliner

Es dauert nicht lange und schon werden uns Sicherheitsgurte angeschnallt, ein eierförmiger Helm aufgesetzt und dicke, überdimensionale Lederhandschuhe in die Hand gedrückt. Sieht richtig sexy aus! Mit einem Kleinbus fahren wir hoch zur ersten Zipline. Ein bisschen mulmig wird mir schon, als ich sehe, wie tief es hier hinab geht. Doch jetzt gibt es kein zurück mehr. Ein Helfer schnallt meine Seilrolle und den Sicherheitskarabiner am Stahlseil fest. Mit beiden Händen halte ich mich oberhalb der Seilrolle fest, ziehe die Knie an und bekomme einen festen Schupps. Ich sause über das Tal, die Felsen ziehen an mir vorbei, unter mir zieht der Fluss mit mir mit. Am Ende des Seils steht ein Helfer und signalisiert mir zu bremsen. Mit einem meiner (zum Glück) dicken Handschuhe fasse ich das Seil über mir und bremse mich Richtung Ziel.

Sexy Outfit
Sexy Outfit

Kleiner Vorgeschmack
Kleiner Vorgeschmack

Bereit für die erste Zipline
Bereit für die erste Zipline

Los geht's!
Los geht’s!

Mit Schwung zum anderen Ende
Mit Schwung zum anderen Ende

Warten auf die nächste Zipline
Warten auf die nächste Zipline

Seile 1 bis 3 sind recht gemütlich, da man hier nicht allzu schnell wird. Seile 4 und 5 versprechen hingegen noch mehr Adrenalin. Ich nutze die Gelegenheit und zippe auf Seil 4 kopfüber. Für Seil 5 wird das Ende meiner Seilrolle auf meinem Rücken montiert, damit ich wie Superman über das Tal fliegen kann – mein eindeutiges Highlight!

Zipline 5 in Superman-Pose
Zipline 5 in Superman-Pose

Superman auf dem Weg
Superman auf dem Weg

Die letzte Station ist die “Vía Ferrata“, eine Hängebrücke mit großzügig voneinander entfernt liegenden Brettern. In über 150 Metern Höhe balanciere ich über die Brücke, unter mir befinden sich Bäume und der Fluss. Nach erfolgreicher Überquerung ist die Erleichterung groß.

Die Vía Ferrata
Die Vía Ferrata

Schritt für Schritt über die Bäume hinweg
Schritt für Schritt über die Bäume hinweg
Geschafft!
Geschafft!

Belohnt werden wir mit einem köstlichen Mittagessen und einem anschließenden Powernap in gemütlichen Hängematten. Danach steht der letzte Abschnitt für den heutigen Tag an: eine dreistündige Wanderung entlang der Eisenbahngleise bis nach Aguas Calientes, den Startort für unsere morgige Wanderung nach Machu Picchu. Das klingt vielleicht recht entspannt, doch die drei Stunden fühlen sich aufgrund der monotonen Umgebung wie vier Stunden an.

Entspannung beim Mittagessen
Entspannung beim Mittagessen

Blick auf Macchu Picchu
Blick auf Macchu Picchu

Kleiner Powernap
Kleiner Powernap

Auf geht's nach Aguas Calientes
Auf geht’s nach Aguas Calientes
Wieder schöne Blume auf dem Weg
Wieder schöne Blume auf dem Weg

Hier wird noch entpannt
Hier wird noch entpannt

Über die Brücke...
Über die Brücke…

...mit kurzer Pause am (und im) Wasser
…mit kurzer Pause am (und im) Wasser

Hübsche Vegetation
Hübsche Vegetation

Regelmäßig fährt die PeruRail vorbei
Regelmäßig fährt die PeruRail vorbei

Jedenfalls bin ich froh, als wir in unserem Hostel in Aguas Calientes ankommen. Die Stadt hat sich ganz und gar auf den Tourismus eingestellt. Auf den ersten Blick besteht sie durchgehend aus dicht aneinander gereihten Hotels, Restaurants und Bars. Die Lokalbetreiber versuchen ihre Konkurrenz mit möglichst bunten Lichtern, lauter Musik und durchgehender Happy Hour zu übertreffen. Und dennoch versprüht die Stadt einen entspannten und einladenden Charme. Die bekannten Thermalbäder von Aguas Calientes streiche ich aus meinem Programm, denn ihnen wird schmutziges Wasser und Unmengen an (verschwitzten) Touristen nachgesagt.

Wir nähern uns Aguas Calientes
Wir nähern uns Aguas Calientes

Schöne Abendstimmung
Schöne Abendstimmung
Welcome to Aguas Calientes!
Welcome to Aguas Calientes!

Nach einem kräftigenden Steak und einer warmen Dusche hüpfe ich auch schon ins Bett, um fit für den nächsten Tag und den Besuch von Machu Picchu zu sein.

2 Kommentare

  1. Christian Tauschitz sagt: Antworten

    … und was trinkt man so in einer durchzechten Nacht – gibt es besondere Drinks?
    Also die SuperWoman Pose ist schon die bessere – die gekrümmte Baby Haltung wirkt etwas hilflos … (kann man aus der Ferne leicht sagen…)

    Weiter schöne Abenteuer ! Alles Liebe !

    1. Anna Tauschitz sagt: Antworten

      Pisco Sour ist mein absoluter Favorit! 🙂 Jaaaa Superwoman hat Spaß gemacht, aber kopfüber war noch spannender 😉
      Bussis nach Wien!

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