Bienvenida a Perú!

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Eine dicke Mischung aus Abgasen, Smog und verbranntem Gummi schlägt mir ins Gesicht, als sich das Taxi mit geöffneten Fenstern von Limas Flughafen Richtung Lima Miraflores losbewegt. Nach guten 16 Stunden Herumgefliege bin ich nun endlich in Peru angekommen! Das Grau des abendlichen Himmels verschwimmt mit den Straßenlichtern und bunten Leuchtreklamen. Aus dem Radio ertönt fröhliche Salsamusik, Antonio der Taxifahrer wippt beschwingt mit. So auch die Heiligenbildchen von Santa Beatita, die er an den Rückspiegel montiert hat. Antonio ist übrigens nicht der Einzige, der seinen Rückspiegel schmückt: Neben Heiligenbildern sind es auch Duftbäumchen in Form von lachenden Erdbeeren sowie Rosenkränze, die ich in vielen Autos erspähe.

Antonio zeigt mir seine Santa Beatita

Die Verkehrssituation wirkt auf mich wie eine Kombination aus dem Straßenverkehr in Palermo (der Größere bzw. Schnellere hat Vorrang) und in Sri Lanka (Tuktuks, die hier “Automoto” heißen, zwängen sich zwischen die Autos und jedes dritte Auto sieht so aus, als würde es jeden Moment auseinanderfallen). Es geht vorbei am Strand von Miraflores, dem Nobelviertel von Lima. Miraflores’ Markenzeichen: große Nobelhotels, viele Geschäfte, Bars und Restaurant. Dazu noch geschäftiges Treiben und autoverstopfte Straßen.

Gegenüber vom Crown Plaza Hotel bleibt Antonio stehen und zeigt auf einen gitterversperrten Hauseingang. Als ich die Klingel betätige, stürmt sofort der Portier heraus und will genau wissen wer ich bin und zu wem ich will. Als ich ihm meinen Namen sage, scheint er beschwichtigt und lässt mich rein. Sodann kommt auch gleich mein Gastgeber Renzo und empfängt mich freundlich. Kurz frisch machen und schon gehts zum Abendessen. Renzo hat einen Auftrag: Er soll mich zum besten Pisco Sour (dem herrlich sauren Nationalgetränk Perus) und einem typischen peruanischen Gericht bringen. In Lima soll es ja das beste Essen Perus geben.

Schmeckt!
Pisco Sour: Schmeckt!

Mit dem Taxi geht es also vorbei an der Plaza de Armas, dem prächtigen Hauptplatz Limas, in das Gran Hotel Bolivar. Auf der Terrasse starten wir mit einem Glas Pisco Sour, angeblich dem besten Limas. Um auch wirklich richtig testen zu können, bestelle ich die etwas größere Verion, den Pisco Sour Catedral. Testergebnis: Seeeeeehr gut! Und stark! Dazu gibt es Pescado a lo Macho (allein der Name spricht Bände) eine Mischung aus gebratenen Meeresfrüchten und Fisch mit einer würzigen, leicht scharfen Tomatensauce. Was daran machohaft ist, kann ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Pescado a lo macho
Pescado a lo Macho

Nach dem köstlichen Abendessen möchte Renzo mit mir noch einen kleinen Abstecher in ein anderes Lokal machen, das “Munich“. Auch hier ist der Name vielversprechend. Oktoberfest-Deko, Peruanerinnen im Dirndl und natürlich jede Menge Bier erwarten hier die Gäste. Wohl das Letzte, womit ich in Peru gerechnet habe. Wir machen allerdings (zum Glück) nur einen kurzen Abstecher rein, um dieses einzigartige Bild hier einzufangen:

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Oktoberfeststimmung in Lima

Mittlerweile ist es Mitternacht (in Deutschland bereits 7 Uhr in der Früh) und ich bin schon ziemlich müde von meiner 16-stündigen Reise. Doch unsere letzte Station will ich einfach nicht verpassen: Salsa tanzen! Im “Cohiba” ist donnerstags immer Ladies Night mit Live-Salsa Musik. Besseres gibt es gar nicht, um meine von der Reise eingerosteten Beine wieder in Bewegung zu bringen. Danach geht es erstmal ab in die Heia, um mich für mein nächstes Reiseziel vorzubereiten: die in den Anden auf 3.400 m liegende Stadt Cusco.

2 Kommentare

  1. Christian "Papa" Tauschitz sagt: Antworten

    Na das ist ja ein toller und sehr interessanter Beginn Deiner Reise – der Körbchenüberlauf beim Oktoberfestbild hat uns sehr erheitert ! Ich denke die matcho Portion ist für große Männer – aber das schaffst Du doch locker … Alles Liebe weiterhin !

    1. Anna Tauschitz sagt: Antworten

      😀 Ja die Portion habe ich auf jeden Fall geschafft. Als nächstes wird Meerschweinchen probiert 😉

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